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Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
44. Jahresband.1964
Seite: 29
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resque qui rendent difficile l'acces ä la chevalerie. Pensons aux fetes, aux pas
d'armes, aux tournois fastueux et aux raffinements de l'amour courtois. L'ecuyerie
s'obtient a moins de frais" 16).

b) Neuerwerbungen

Die kleine Reihe der Neuerwerbungen setzt in den vierziger Jahren des 14. Jahrhunderts
ein; vor 1340 ist außer einem Gültkauf, wobei die Gült sofort an Kloster
Gengenbach gestiftet wird 17), keine Neuerwerbung nachzuweisen. In den sechzig
Jahren zwischen 1340 und 1400 werden von den Familien der Untersuchung insgesamt
rund 750 lb. dn. angelegt. Die Kalwe von Schauenburg allein sind an dieser
Summe mit etwa einem Drittel beteiligt; an der Restsumme partizipieren noch die
Truchseß von Blankenmoos und der Markgraf von Baden als Mitkäufer, wodurch
die Restsumme nochmals verringert wird. Der Betrag, der auf die restlichen 13 17a)
Familien entfällt, dürfte 400 lb. dn. nicht überstiegen haben. Im Vergleich mit dem
Wert der verkauften und verpfändeten Güter von rund 10 500 lb. dn. ist dieser
Betrag verschwindend klein. Die enorm hohen Verluste, die die
ritterlichen Familien besonders in den Jahren vor 1350
haben hinnehmen müssen, werden durch die Erwerbungen
nicht im geringsten aufgewogen.

Eine Aufschlüsselung der neuerworbenen Güter und Gülten im Hinblick auf
deren frühere Besitzer ergibt, daß rund 41 % der angelegten Gelder an die Familien
der Untersuchung (an ritteradlige Verkäufer insgesamt rund 65 %), etwa 12 % an
Angehörige des Patriziats, etwa 16 % an einfache bürgerliche oder bäuerliche Verkäufer
und 7 % an die Markgrafen von Baden geflossen sind. Die Angaben zeigen,
daß es sich bei den Erwerbungen im wesentlichen lediglich um Besitzverschiebungen
innerhalb der Gesamtheit des Niederadels
h,a n d e 11. Sie lassen aber erkennen, daß zum mindesten ein Teil des
Ritteradels die Lähmung, von der er seit dem Ende des 13. Jahrhunderts gepackt
war, überwinden und an eine Neuordnung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse hat
denken können.

Tafel 8: Neuerwerbungen der sechzehn Familien

Zeitraum

Erwerbungen
in lb. dn.

Anzahl der
Neuerwerbungen

Kaufende Familien

in °/o der
Gesamtfamilienzahl

1340 — 1349

158

7

35,7 %

1350 — 1359

28

2

14,3 %

1360 — 1369

79

7

28,5 %

1370— 1379



2

14,3 %

1380 — 1389

170

8

21,4 %

1390 — 1400

275

6

28,5 %

Aus welchen Quellen die angelegten Gelder stammen können, war leider nicht
ersichtlich. Es ist zu vermuten, daß einmal durch Heiraten mit Angehörigen ver-

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