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Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
87. Jahresband.2007
Seite: 76
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Wolfgang Stengele

planung, da diese nur schöne, starke Fichten/Tannen-Althölzer akzeptierten
. Am 4.10.1946 berichtet das Forstamt Ottenhofen an die Forstabteilung
, dass die „Käuferfirma" die Massenberechnung des Forstamtes mit
einer Differenz von 2000 Fm nicht anerkenne.

Es war nicht gestattet, dass deutsche Holzhauer, Rücker oder Fuhrleute
am Einschlag und somit am Verdienst beteiligt wurden.

Im Bereich des Landes Baden durfte nur Nadelholz eingeschlagen
werden.

Die Bestandsaufnahmeblätter mussten bei Einschlag durch die Franzosen
mit einem F, durch Holländer mit einem H bezeichnet werden.

Da allem Anschein nach von deutscher Seite aus keine sichere Kontrolle
über die „Käufer" bestand, durften nur noch Firmen mit der entsprechenden
Legitimation der Besatzungsmacht einschlagen.

Die gesamte erste Lieferung sollte bis zum 1. Januar 1948 abgeschlossen
sein.

Am 23.11.1946 meldet der Forstbeamte Oberle von der Gemeinde Sas-
bachwalden, dass die Franzosen im Gemeindewald Sasbach Abt. 1.4 mit
9 Mann mit dem Einschlag begonnen haben.

Die Kaufpreise wurden je nach Durchmesser zwischen 8- und 24,50
RM/Fm bestimmt. Man muss aber bedenken, dass das alte Geld, die Reichsmark
, keinen großen Wert mehr hatte. Es gab auch nichts mehr zu kaufen.
Ein Ei kostete damals mehr als 1,- RM, wenn es überhaupt welche gab.

Zum Einschlag waren zunächst gemeldet und bis November 1947 gehauen:

Gemeinde Sasbachried

Abt. 1.3

2

230

Fm

Gemeinde Sasbach

Abt. 1.4

4

140

Fm

Gemeinde Sasbachwalden

Abt. 1.1

4

020

Fm

Gemeinde Sasbachwalden

Abt. 1.4

1

220

Fm

Gemeinde Sasbachwalden

Abt. 1.5

1

780

Fm

Staatswald

1.50

2

180

Fm

Staatswald

1.46

1

680

Fm

Staatswald

1.54



220

Fm

Staatswald

1.25

2

630

Fm





20

100

Fm

zusätzlich zum Normalhieb

Bereits am 12.2.1947 meldet das Badische Finanzministerium, dass zusätzlich
150 000 Fm eingeschlagen werden müssen, da die Militärregierung eine
Reihe Exportverträge abgeschlossen habe, insbesondere mit Schweizer
Firmen. Vor allem die Forstämter am Bodensee und im Südschwarzwald
waren betroffen. Die nördlichsten Auflagen betrafen Peterstal-Oberkirch
mit zusätzlich 8 000 Fm. Ottenhofen war gerade noch verschont.


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