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Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
89. Jahresband.2009
Seite: 223
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223

Geschichte des ehemaligen Offenburger
Kinzigstadions

Cornelius Gorka

Dort wo heute der Burda-Medien-Park steht, befand sich einmal Offen-
burgs größte Sportstätte: Das frühere Kinzigstadion. Den meisten Offen-
burgern ist diese Sportarena bis heute als Trainings- und Wettkampfstätte
in Erinnerung geblieben. Die einen haben es im Schulsport schätzen (oder
fürchten) gelernt. Andere haben in diesem Stadion sportliche Großereignisse
erlebt, an die sie sich gerne erinnern.

Die Stadiongeschichte begann allerdings bereits vor dem eigentlichen
Stadionbau.

Im Jahre 1921 ging für die Turngemeinde Offenburg endlich ein lang
gehegter Wunsch in Erfüllung:1 Der Verein erhielt von der Stadt auf den
„Oberen Eiswiesen" an der Kinzig bei der Eisenbahnbrücke ein ausreichend
großes Gelände für einen Turnplatz zur Verfügung gestellt. Nach
jahrzehntelanger Odyssee von einem gepachteten Turnplatz zum nächsten
hatte man endlich eine „sportliche Heimat" gefunden. Die Mitglieder errichteten
danach auf dem Gelände einen Turn- und Spielplatz mit Aschenbahn
sowie einem Ehrenmal für die Gefallenen des Krieges. Außerdem
konnten sie von der Militärverwaltung zwei große Stallbaracken erwerben
und zu einer geräumigen Turnhütte mit Umkleide- und Geräteräumen umbauen
. Am 9. Juli 1922 wurde der Sportplatz unter zahlreicher Beteiligung
der Offenburger Bevölkerung feierlich eingeweiht. Kurz darauf erlebte der
Platz mit dem 13. Gauturnfest des Ortenauer Turngaus (1900 Teilnehmer)
auch seine erste größere Sportveranstaltung.

Die Sportanlage diente für den regelmäßigen Übungsbetrieb der Gerätturner
und Leichtathleten sowie der Spielmannschaften der Turngemeinde.
Auch wurde er immer wieder zum Schauplatz von großen Sportereignissen
wie dem 14. Badischen Landesturnfest von 1926 (mit etwa 6000 Teilnehmern
) und dem Badischen Landesfrauenturnen von 1932 (mit fast 3000
Turnerinnen). Auf dem Sportplatz fanden dann die Wettkämpfe und die
Abschlussveranstaltungen statt, bei denen die Turner vor Tausenden von
Zuschauern ihre Massenfreiübungen machten.

Während des 2. Weltkriegs wurde der Turnplatz in Schrebergärten umgewandelt
. Nach Kriegsende wurde die Offenburger Turngemeinde (wie
alle anderen Sportvereine auch) zwangsaufgelöst. Ihr Turnplatz wurde aber
notdürftig wieder instand gesetzt und der „Offenburger Sportvereinigung"
übergeben, die am 1. Juni 1946 als Nachfolgerin aller Offenburger Sportvereine
gegründet worden war. Die Turnhütte war nach Kriegsende aufgebrochen
und größtenteils geplündert worden. Nach einem Brand musste


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