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Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden
97. Jahresband.2017
Seite: 350
(PDF, 82 MB)
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350

Dorothee Neumaier

Sohn der Hebamme befanden. Der Zuzug von Buchwald aus
Nordrach hingegen wurde erst am 24. April in Steinhöring
verzeichnet.76

Geburten im Heim „Schwarzwald"

Das Geburtenbuch des Nordracher Lebensbornheimes ist nicht
vollständig im Original erhalten.77 Grundsätzlich erfolgten die
Eintragungen im Geburtenbuch in chronologischer Reihenfolge
. Die erste Zahl stand für die Geburt und wurde durch
einen Schrägstrich von der zweiten Zahl, die das Jahr mit den
letzten beiden Ziffern angab, getrennt.

Alle Geburten des Jahres 1942 wurden nachträglich beurkundet
. Im Aktenbestand des International Tracing Service in
Bad Arolsen rindet sich jedoch ein Dokument, welches die Geburtenzahl
von sechs Kindern im Jahr 1942 in Nordrach belegt
,78 auch wenn im Geburtenbuch nur fünf Kinder, zwei
Jungen und drei Mädchen, nachträglich beurkundet worden
sind.

Im Jahr 1943 wurden laut der vollständigen Originalurkunden
97 Kinder, 59 Jungen und 38 Mädchen, im Heim „Schwarzwald
" geboren. Da eine Frau Zwillinge zur Welt brachte, ist die
Geburtenzahl nicht identisch mit der Zahl der in Nordrach
anwesenden Frauen.

Im Jahr 1944 waren von 110 Kindern 54 Jungen und
56 Mädchen, deren Originalurkunden ebenfalls vollständig
vorliegen.

Die ersten acht Geburten mit fortlaufenden Nummern des
Jahres 1945 sind als Originalurkunden erhalten. Die folgenden
16 Originalurkunden fehlen aus unbekannten Gründen. Die
Einträge des 25. und des 26. Kindes sind wiederum im Original
erhalten. Somit sind bis zum 27. März 1945 insgesamt 26 Kinder
in Nordrach geboren wurden, auch wenn von diesen 26 Urkunden
nur noch zehn erhalten sind. Die letzte der sechs anschließenden
nachträglichen Urkunden dokumentiert als Geburtsdatum
den 8. April 1945. Unklar bleibt, ob alle Frauen ihre Geburten
nach dem Krieg nachträglich beurkunden ließen oder ob
die Zahl der tatsächlichen Entbindungen 1945 noch höher war.
Die Anwesenheit der Ärztin Buchwald und der Hebamme Linn-
artz bis Mitte April spricht dafür, dass noch Geburten erwartet
wurden. Letztlich dokumentieren die Originalurkunden und
die nachträglich erstellten Urkunden des Jahres 1945 die Geburt
von 28 Kindern, 12 Mädchen und 16 Jungen.

Insgesamt wurde die Geburt von 240 Kindern, 131 Jungen
und 109 Mädchen, beurkundet. Drei dieser Kinder verstarben


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