Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
50. Jahrgang.1923
Seite: 246
(PDF, 183 MB)
Bibliographische Information
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246 Psychische Studien. L. Jahrgang. 6. Heft. (Juni 1923.)

Rad vom Wagen und die beiden Herren mußten aussteigen und
den Rest des Weges zu Fuß machen. *)

Einmal klagte Theobald der ihn besorgenden Schwester:
„Schwester, ich habe Läuse!" — Sie schaute nach und erblickte
zahllose rote Läuse auf seinem Kopfe. Alsobald begann sie mit
Hilfe dreier anderer Personen den Kopf des Knaben mit Kamm
und Bürste zu bearbeiten. Doch je mehr sie vom Ungeziefer
vertilgte, desto mehr erschienen wieder neue. Da rief der Vater,
der ungeduldig geworden war: „Wart', Satan, ich will dich mit
deinen Läusen vertreiben!" — Er holte Weihwasser und besprengte
damit das Haupt dm Knaben mit den Worten: „Ich befehle
dir im Namen der heiligen Dreifaltigkeit, da® Kind zu verlassen
!" — Und im selben Augenblick waren die Läuse verschwunden
. Dieses Mittel half auch bei Joseph, der ebenfalls
über dasselbe Ungeziefer zu klagen angefangen hatte.

Wir haben es also auch hier, wie in so vielen anderen Fällen,
mit einem ungeklärten Rest zu tun, und dies wohl um so mehr,
als wir in diesen beiden Knaben universelle Medien vor uns
haben, als welche Aksäkow diejenigen bezeichnet, deren Me-
diuimität nicht auf intellektuelle Manifestationen beschränkt ist,
sondern auch die .physikalischen Manifestationen mit umfaßt.
(Aksäkow „Aiümismus und Spiritismus" Bd. II S. 480.)

Somit bildet das Stittersche Buch einen nicht zu unterschätzenden
Beitrag zum Studienmaterial des Mediumismus, für dessen
Erbringung wir dem Verfasser und seinen Gewährsleuten zu besonderem
Danke verpflichtet sind, auch wenn wir die berichteten
Phänomene unter einem anderen Gesichtswinkel betrachten und
unsere eigene Erklärungsformel auf sie anwenden.

Die Hypothese der „Ideoplastik", besonders der „flächenhaften
Materialisationen44.

Von Prof. Dr. Christoph Schröder, Berlin-Lichterfelde.

Von A. von Schrenck-Notzings „Matcrialisations-Phäno-
menen" ist der II. Band erschienen. Im „Rückblick" (s. S.
474 u. f.) kommt der Verfasser wiederholt auf die Titelbilder
aus der Zeitschrift „Miroir" zurück: „Wie 'schon in dem Kapitel
„Negative Momente" ausführlich erörtert ist, wird man
bei oberflächlicher Prüfung derselben wegen ihres oft wie
ausgeschnitten erscheinenden, scharf umränderten, zeichnerischen
und bildhaften Charakters zunächst, wenn man die
Vorbedingungen nicht berücksichtigt, an Betrug denken

*) Nur in der schöngeistigen Literatur haben wir hierzu ein Analogon.
Thea von Harbou läßt in ihrem (auch verfilmten) Kornau .,T)as indische
Grabmal" durch die Fernwirkung eines indischen Fakirs die Fahrt eines
Autos unterbrechen, indem sieh ein Rad von der Achse löst.


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