Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
52. Jahrgang.1925
Seite: 243
(PDF, 206 MB)
Bibliographische Information
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Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie

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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/psychische_studien1925/0249
Zimmer: Telepathie versuche mit Tieren und „denkende Tiere". 243

Bei einer zweiten Reise nach Moskau war B. von seinem Mitarbeiter
N. Schtschelowanow begleitet. Der Hund erhielt zunächst die Aufgabe,
auf einen Tisch zu springen und eine Spitzendecke zu holen. Der Versuch
, bei dem D. Agent war, hatte keinen vollen Erfolg. Der Hund
packte zwar die Decke, ließ sie aber dann liegen. Nun sollte der Hund
einen in der Zimmerecke stehenden ausgestopften Wolf anbellen. Wieder
war D. Agent, und diesmal gelang der Versuch vollständig. Der Hund
verbellte wütend den Wolf und wäre ihm zu Leibe gegangen, wenn man
ihn nicht abgenommen hätte.

Dann gelang ein weiterer Versuch, bei dem der Hund einen
nassen Lappen bringen sollte. Nun wurde ein Versuch unternommen,
bei dem nur B. die Aufgabe kannte und selber Agent war. Der Hund
löste die gestellte Aufgabe, dem weiter hinten stehenden Seht, ein Tuch
aus der Hand zu nehmen.

B. machte sich den Einwand, daß bei der Aufgabe, den Wolf zu
verbellen, unter Umstanden der Gesichtsausdruck D/s dem Hund eine
Hilfe gegeben habe. So ließ er den Versuch wiederholen, bei dem D.
eine lächerliche Grimasse machen mußte. Auch diesmal verbellte der
Hund den Wolf.

Um nun die Möglichkeit, daß D. den Hund durch die Blicke seiner
Augen dirigiere, auszuschalten, wurde ein Versuch gemacht, bei dem
der Agent D. die Augen verbunden hatte. Die Aufgabe, die der Hund
prompt löste,, war die gleiche wie bei dem vorletzten Versuche, also die,
das Tuch aus der Hand Scht/s zu holen. Bei dieser Versuchsanordnung
ist nun aber zu tadeln, daß nicht eine neue Aufgabe gestellt wurde. Wer
einmal einen Hund dressiert hat, weiß, daß wenn man seinem Zögling
etwas beibringen will, er unter Umständen wohl merkt, daß man etwas
von ihm will, sich nur nicht darüber klar ist, was, und daß er dann
plötzlich freudig und überzeugt von seiner Leistung, irgend etwas anderes
tut, was er schon kann. Wenn wir also annehmen, daß der Hund
beim erstenmal durch die Blickrichtung B/s geleitet diese Aufgabe löste,
ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß er das zweitemal nicht einer
neuen Einwirkung folgend das. Tuch holte, sondern einfach die Leistung
von vorhin wiederholte.

Auf Veranlassung von B. reisten Januar 1920 zwei Aerzte, Karmanoff
und Perepel nach Moskau, um dort nach seinen Plänen die Versuche
mit Pikki fortzusetzen. B. schreibt: „Die Bedingungen der Versuche
bestanden in folgendem: Vor keinem Versuche kam der Experimentator
D. in Berührung mit dem Hunde und sah ihn auch nicht. D.
wurde erst nach der Feststellung der Bedingungen des Versuches ins
Zimmer geführt/' Bei der Schilderung der Versuche spricht er dann
immer vom Experimentator. Man muß also annehmen, daß D. jedesmal
der Experimentator war und somit die Aufgabe kannte.

Nach einem mit einiger Nachhilfe gelungenen Versuche, bei dem
der Hund ein Papier bringen mußte, wurden einige Aenderungen in der
Anordnung vorgenommen. Das erstemal machte der Experimentator
einige „Passes", berührte den Hund aber während der Einwirkung nicht.

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